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| ![]() Hawayo Takata 1900 - 1980 Hawayo
Takata wurde als Hawayo Kawamuru am 24. Dezember 1900 als Tochter
japanischer Emigranten auf Kauai, Hawaii, geboren. Sie heiratete Saichi
Takata, einen Buchhalter, der auf einer der Plantagen der Insel
beschäftigt war, und hatte zwei Töchter mit ihm. 1930 starb
ihr Ehemann im Alter von 32 Jahren überraschend an einem
Herzinfarkt.Es folgte eine schwere Zeit für sie, in der sie alleine für sich und die Kinder zu sorgen hatte. Sie entwickelte in der folgenden Zeit verschiedene Gesundheitsprobleme, darunter Asthma und Probleme mit der Gallenblase. 1935 besuchte sie ihre Eltern in Japan, die mittlerweile Amerika wieder verlassen hatten. Aufgrund ihrer Gesundheitsprobleme wollte sie sich dort medizinisch behandeln lassen. Nach ihren eigenen Angaben litt sie unter einer akuten Blinddarmentzündung, außerdem fand man bei ihr einen Tumor. Frau Takata entschied sich gegen die Operation und suchte die Reiki-Klinik von Dr. Hayashi auf, in der sie vier Monate lang
täglich zwei mal mit Reiki behandelt wurde. Danach war sie, nach
eigenen Angaben, vollkommen geheilt.Sie war fasziniert von Reiki und wollte die Methode gerne selbst erlernen. Im gleichen Jahr begann sie deshalb in der Klinik von Dr. Hayashi ihre einjährige Reiki-Ausbildung, die sie 1936 abschloß. Gleichzeitig erhielt sie ihre Einweihung in den zweiten Grad. Im Oktober 1936 verließ Takata Japan und kehrte nach Hawaii zurück. | |
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Ende 1937 reiste Dr. Hayashi mit seiner Tochter nach Hawaii, um
gemeinsam mit Frau Takata Vorträge über Reiki zu halten. Bei
dieser Gelegenheit wurde sie am 21. Februar 1938 in den Reiki
Meister-Grad eingeweiht und erhielt die Berechtigung, Reiki zu lehren.
Sie war die 13. Schülerin von Dr. Hayashi, die den Meister-Titel
erhielt.![]() Frau Takata bei einer Reiki-Demonstration, 1937
Frau Takata eröffnete mehrere Kliniken auf Hawaii. Dort behandelte sie und bildete Schüler bis zum 2. Grad aus. 1970 begann sie auch den Meistergrad zu lehren. Bis zu ihrem Tod am 11. Dezember 1980 weihte sie zweiundzwanzig Frauen und Männer zu Reiki-Meistern ein. Meister-Urkunde von Frau Takata
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Das
Reiki-System, wie Frau Takata es lehrte, unterschied sich in mancherlei
Hinsicht von dem Reiki, wie Dr. Usui es weitergab. Es ist nicht
vollkommen klar, warum dies so ist. Eine Ursache ist möglicherweise der Umstand, dass Usui selbst ein modifiziertes System an Dr. Hayashi weitergab, und dass Hayashi nicht
sehr lange bei Usui studierte.Viele der meditativen und spirituellen Praktiken, wie Usui sie unterrichtete, wurden von Frau Takata nicht an ihre SchülerInnen weitergegeben. Man weiß nicht, ob sie diese Übungen bewußt nicht lehrte, vielleicht, weil sie für westliche Menschen nicht leicht zu lernen waren. Es gibt Hinweise darauf, dass sie zumindest einen Teil der spirituellen Praktiken kannte. Die ganzen fernöstlichen Techniken, die im Westen mittlerweile weit verbreitet sind, wie Akupunktur, Feng Shui, Qi Gong usw., waren für die Menschen damals etwas vollkommen Fremdes, so dass Frau Takata möglicherweise entschied, diese Aspekte des Reiki nicht weiterzugeben. Es ist aber auch denkbar, dass sie selbst nie vollständig in diese Praktiken unterwiesen wurde. Wie dem auch sei, ein guter Teil der Reiki-Lehre, wie sie im Westen unterrichtet wurde (dem „Usui Shiki Ryoho“), fehlte ganz schlicht und einfach. Dies mag eine Ursache dafür sein, warum so viele Menschen andere spirituelle Techniken dem Reiki hinzufügten, um diese Lücke unbewußt aufzufüllen. Eine weitere gravierende Änderung der Reiki-Lehre betraf die Geschichte des Reiki, wie Hawayo Takata sie ihren SchülerInnen berichtete. Frau Takata fügte der Geschichte einen christlichen Anstrich hinzu, den es so nie gegeben hatte. Nun muss man bedenken, dass zu der Zeit, als Frau Takata versuchte, eine japanische Heilmethode in den USA zu verbreiten, der zweite Weltkrieg gerade vorüber war, und der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour die Menschen nachhaltig traumatisiert hatte. Man kann davon ausgehen, dass alles, was aus Japan kam, von den Menschen in Amerika nicht gerade begeistert aufgenommen wurde. Vermutlich, um diesen Vorbehalten zu begegnen, wurde aus Usui, dem Buddhisten, ein christlicher Mönch und Gelehrter, der sich auf die Suche danach machte, wie Jesus die Menschen geheilt hatte. Unklar ist, warum sie behauptete, alle Reiki-Meister seien während des Krieges in Japan umgekommen. Eine weitere Veränderung des Reiki-Systems, die Hawayo Takata einführte, betraf den hohen Preis für die Reiki-Seminare, vor allem des Meister-Seminars, das damals 10.000 US Dollar kostete und ein Wochenende umfasste. Dies entsprach nicht dem Willen Dr. Usuis, der Reiki für jeden frei zugänglich machen wollte. | ||
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Takata verlangte darüber hinaus von allen ihren Reiki-MeisterInnen
einen heiligen Eid, dass sie genau das lehrten, was sie ihnen
beigebracht hatte, um die Methode zu bewahren. Im Licht der heutigen
Erkenntnisse betrachtet, war dies geradezu absurd, denn sie selbst
hielt sich nicht an diese Vorgaben. Frau Takata lehrte, Reiki sei eine mündliche Tradition, und verbot, Aufzeichnungen während des Seminars und danach zu machen. Auch dies entsprach nicht der Art und Weise, wie Usui Reiki unterrichtet hatte. Manche der Änderungen, die Frau Takata in das Reiki brachte, sind aus heutiger Sicht nicht unbedingt nachvollziehbar. Dennoch ist es ihr zu verdanken, dass Reiki überhaupt in den Westen kam. Ohne den christlichen „Touch“, den Frau Takata dem Reiki gab, wäre es möglicherweise überhaupt nicht akzeptiert und weiterverbreitet worden. | ||
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| Literatur: Deacon, James: Reiki History Timeline. 2002-2004 Webadresse: All Energy-Therapies Web King, Taggart: Guide to Original Usui Reiki. Ohne Jahresangabe. Webadresse: Reiki Evolution Rand, William Lee: Reiki in der östlichen Welt, in: Das Reiki-Kompendium – Ein umfassendes Handbuch über das Reiki-System. Walter Lübeck, Frank Arjava Petter, William Lee Rand. Windpferd, Aitrag, 2. Auflage 2002 Webadresse: International Center for Reiki Training Stein, Diane: Reiki Essenz. 1997 Medizin & Neues Bewusstsein, Wessobrunn. © Stefanie Rappat, 2004 – 2005. | ||
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